Praxisprojekt „Nachbarschaftliche Netzwerke in der ambulanten Pflege“

Immer mehr Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig und immer mehr werden ambulant versorgt. Familienstrukturen sind oftmals aufgelöst, Angehörige wohnen weit weg, die pflegebedürftige Person lebt alleine. Vor dem Hintergrund des chronischen Mitarbeitermangels in der professionellen Pflege verschärft sich ihre Versorgungssituation.

Welche unterstützende Rolle informelle Netzwerke - die regelmäßige Unterstützung durch Nachbarn, Freunde und Bekannte - dabei spielen, wie diese initiiert und in Zusammenarbeit mit einem Pflegedienst gesteuert werden können, haben nun zwei junge forschende Studierende der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum untersucht.
Die Familien- und Krankenpflege Bochum gGmbH hat die Studierenden in dem Praxisprojekt, bei dem Pflegebedürftige und Pflegekräfte befragt wurden, unterstützt.

Pia-Saskia Berg und Johannes Laser fanden heraus, dass langjährige Kontakte grundlegend bedeutend für die Bildung solcher Netzwerke sind. Institutionelle Maßnahmen, wie das von der FundK betriebene Projekt der seniorengerechten Quartiersentwicklung im Stadtteil Hofstede, sind ein gutes Praxisbeispiel für die Schaffung der geeigneten Rahmenbedingungen einer nachbarschaftlichen Netzwerkarbeit.

Die Zusammenfassung des gemeinsamen Praxisprojekts und einiger Ergebnisse hat die Hochschule auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Foto: Präsentation der Untersuchungsergebnisse am 30.07.20. (v.l.n.R) Wolfram Junge (FundK), Pia-Saskia Berg/Johannes Laser (EvH RWL in Bochum) und Feras Hammad (FundK)

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